Holzbau als Chance für Klimaschutz und Ressourcenschonung

Online-Veranstaltung am 11. Mai 2021 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. in Verbindung mit der Dialoginitiative „Neue Impulse zum nachhaltigen Klimaschutz im Gebäudebestand“

Der Einsatz von Holz als nachwachsender Baustoff kann den Ausgangspunkt für eine größere, ganzheitliche Neuausrichtung der Immobilien- und Bauwirtschaft sowie der architektonischen und städtebaulichen Entwicklung bilden. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wirkt über die Lebensdauer der Holzprodukte als Kohlenstoffspeicher, da beim Baumwachstum der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid entzogen und als Kohlenstoff im Holz gebunden wird. Dabei sind Potenzialgrenzen bezüglich der Erhaltung der Senkenfunktion des Waldes und Wechselwirkungen mit dem Schutz der Biodiversität in Wäldern zu beachten. Holz kann zudem CO₂-emissionsintensiv hergestellte Baustoffe ersetzen. Über den Klimaschutz hinaus werden durch Holzbau auch Potenziale für den Schutz natürlicher Ressourcen, für mehr Kreislaufwirtschaft sowie kosten- und zeiteffizienteres Bauen und Sanieren gesehen. Neben dem Einsatz für Neubauten bieten sich leichter Holzbau beziehungsweise nachwachsende Baustoffe für Aufstockungen, Dachausbauten und energetische Modernisierungen im Gebäudebestand an. Ausbauten sind beispielsweise in Wachstumsregionen eine wichtige Ergänzung zum Neubau, die stärker und flächendeckender genutzt werden sollte.

Mit der Konferenz am 11. Mai 2021 wollten wir anhand einer Reihe von Kurzimpulsen aufzeigen, welchen Beitrag Holzbau unter Einhaltung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen unter anderem für den Klimaschutz und eine effizientere Kreislaufwirtschaft leisten kann und wo bauliche Einsatzmöglichkeiten liegen. Dabei wurden sowohl eine fachwissenschaftliche und grundlegende Perspektive von nachhaltigem Bauen mit Holz beleuchtet, als auch die konkrete Baupraxis anhand mehrerer guter Beispiele. Ziel war es, den vermehrten Einsatz von Holz in der Immobilien- und Bauwirtschaft zielgerichtet weiterzuentwickeln.  Bei der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten die Teilnehmenden einige der wesentlichen Erkenntnisse und Aspekte und ergänzten ökologische und baukulturelle Betrachtungsweisen.

Die Konferenz fand auf Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem weltweit renommierten Klimaforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber sowie weiteren hochkarätigen Referent:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik statt.

Präsentationen

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