Gemeinsam für integrierte energetische Lösungen – das Vernetzungsprojekt Joint.Urban.Energies

© Projekt Urb.Energy
Sanierter Häuserblock in Brandenburg

Der Gebäudebestand stellt für die Energiewende ein wichtiges Potential für Energie- und CO2-einsparungen dar, denn 40% des Energieverbrauchs und 37% der CO2-Emissionen werden hier verursacht. Folglich sind Maßnahmen im Gebäudebestand und in der Energieversorgung zur Einsparung von Energie, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einbindung erneuerbarer Energien wichtige Schritte zum erreichen der Klimaschutzziele.

Ergebnisverstetigung: Joint.Urban.Energies

Ziel des Projekts Joint.Urban.Energies war es, bereits bestehende Ergebnisse von INTERREG-Projekten zum Thema "Energieeffizienz in Stadtquartieren" durch intensive Austausch- und Diskussionsprozesse zu vernetzten und zu verstetigen. So wird garantiert, dass erarbeitete Lösungen auch weiterhin zum Erreichen europäischer und nationaler Energieziele beitragen können. Joint.Urban.Energies wurde vom Deutschen Verband in Kooperation mit der Stadt Ludwigsburg und der Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa IWO e. V. durchgeführt. Unterstützung erhielt das Projekt zudem durch eine Andock-Förderung des Bundesprogramms "Transnationale Zusammenarbeit" des BMVI. Den Schwerpunkt bildete die Unterstützung quartiersorientierter energetischer Stadtentwicklungsansätze. Dazu wurden aktuelle Herausforderungen und wichtige Stellschrauben identifiziert.

Vorgängerprojekte: Urb.Energy und ENSURE

An der Schnittstelle der Themenbereiche Energie und Stadt haben in der vergangenen Förderperiode 2007-2013 bereits mehrere INTERREG-Projekte mit deutscher Beteiligung angesetzt. Joint.Urban.Energies basiert vor allem auf seinen beiden Vorgängern "Urb.Energy", das vom DV geleitet wurde, sowie auf dem vom Referat Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Ludwigsburg koordinierten Projekt "EnSURE".

Beide Initiativen nutzten integrierte Ansätze der Stadtentwicklung, um energetische Maßnahmen einzubringen. Urb.Energy begleitete im Ostseeraum Quartiere in der Entwicklung von integrierten energetischen Stadtentwicklungskonzepten, die z.B. energetischen Sanierungen in Großwohnsiedlungen oder Modernisierungen der Energieversorgung beinhalteten. Die Projektpartner im Mitteleuropa-Projekt EnSURE erarbeiteten lokale integrierte Energiekonzepte, erprobten Energieeinspardienstleistungen oder bauten ein Informationsnetzwerk zur energetischen Maßnahmen im Gebäudebestand auf.

Künftige Herausforderung liegt in Umsetzung der Maßnahmen

Im Ergebnis von Joint.Urban.Energies zeigte sich, dass durch die Kombination von integrierter Stadtentwicklung und energetischen Maßnahmen wichtige Synergien erschlossen werden können und integrierte energetische Konzepte eine gute Handlungsbasis bieten. Für die Zukunft liegt die Herausforderung in der Konzeptumsetzung und der Verwirklichung angestimmter und angepasster Maßnahmen. Eine ganzheitliches Sanierungsmanagement, das im Quartier Akteure von der Maßnahmen-Konzeption bis hin zum Abschluss der Umsetzung technisch und wirtschaftlich  unterstützen kann, wird die Umsetzung von integrierten energetischen Konzepten maßgeblich voranbringen. Benötigt wird dafür ein Management mit vielseitigen Qualifikationen im Bereich Städtebau, Architektur, Energietechnik, Finanzierung und Kommunikation.

Lead Partner: Stadt Ludwigsburg, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung

Partner:

  • Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.
  • Initiative Wohnungswirtschaft in Osteuropa IWO e. V.

Laufzeit: Oktober 2013 bis September 2014

www.urbenergy.eu/268.0.html 

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