ifs Institut Wohneigentum

Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung hat im Frühjahr 2016 mit weiteren Verbänden das „ifs Institut Wohneigentum“ eingerichtet. Dieses führt die Tradition des Ende 2015 aufgelösten „ifs – Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen“ fort. Mit dem Institut schafft der DV eine gesonderte Plattform zur Erörterung von Fragen rund um das Wohneigentum. Dies umfasst Grundsatzfragen und aktuelle Entwicklungen von Städtebau, Wohnungs- und Grundstückswesen. Auch Planungs-, Bau- und Bodenrecht, Steuerrecht sowie die Wohnungsbaufinanzierung fallen darunter. Außerdem will der DV die gesellschafts-, wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Bedeutung von Wohneigentum ins Bewusstsein rufen und auf günstige Rahmenbedingungen für die Eigentumsbildung hinwirken.

Bedeutung von Wohneigentum

Wohneigentum – sowohl das selbst genutzte als auch das privat vermietete – hat für die Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten einen hohen Stellenwert. Zusammen mit den Beständen der privaten, öffentlichen, genossenschaftlichen und sonstigen Wohnungsunternehmen bildet das Wohneigentum eine wesentliche Säule für einen stabilen und funktionierenden Wohnungsmarkt. Gut 80 Prozent des Wohnungsbestandes in Deutschland ist privates Eigentum. Zwei Drittel aller Mietwohnungen gehören privaten Vermietern; 45 Prozent der Haushalte leben in ihren eigenen vier Wänden. Dies sind nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. Reihenhäuser, sondern immer mehr auch Eigentumswohnungen. Laut letztem Zensus befinden sich rund ein Viertel aller Wohnungen in Wohneigentümergemeinschaften.

Wohneigentum stärkt die lokale Verbundenheit und trägt dazu bei, Stadtstrukturen zu stabilisieren und aufzuwerten. Eine besonders hohe Bedeutung hat das Wohneigentum für die Vermögensbildung und die private Altersvorsorge. Wohneigentum ist eine vergleichsweise sichere, kapitalgedeckte Vorsorge, betrachtet man das sinkende gesetzliche Rentenniveau und das steigenden Risiko von Altersarmut. Untersuchungen zeigen, dass Eigentümerhaushalte beim Renteneintritt ein sechsmal höheres Vermögen haben als Mieterhaushalte der gleichen Einkommensgruppe. Angesichts der im europäischen Vergleich sehr niedrigen Eigentumsquote sollte deshalb die Wohneigentumsbildung gerade von Haushalten mit geringerem und durchschnittlichem Einkommen wieder in den Fokus rücken. Dies würde der starken und zunehmenden Ungleichverteilung von Vermögen in Deutschland entgegen wirken.

Aufgaben des ifs-Instituts Wohneigentum

Vor diesem Hintergrund übernimmt das „ifs-Institut Wohneigentum“ folgende Aufgaben, um verschiedene Aspekte mit Bezug zum Wohneigentum zu erörtern:

  • Arbeitsgruppe „ifs Wohneigentum“
    Die Arbeitsgruppe behandelt in ihren Sitzungen vertieft verschiedene relevante Themen. Der Teilnehmerkreis umfasst unter anderem DV-Mitglieder, relevante Bundesministerien und Fachinstitute.
  • Wohnungspolitisches Forum
    Bei der renommierten jährlichen Veranstaltung referieren und diskutieren Spitzenpolitiker aus Bund, Ländern und Kommunen sowie die bau- und wohnungspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik.
  • „ifs Hausbau Informationen“
    Ein Verbände-Redaktionsteam erstellt unter Leitung des Verbandes der privaten Bausparkassen einen Online-Newsletter, der alle zwei Monate erscheint. Relevante Veröffentlichungen und politische Vorhaben werden zusammengefasst und kommentiert sowie Fakten und Daten zum Thema Wohneigentum veröffentlicht.

Den Vorsitz der Arbeitsgruppe und die Repräsentation der ifs-Themen übernimmt Oda Scheibelhuber. Die Ministerialdirektorin a. D. leitete bis 2014 die Abteilung Stadtentwicklung, Raumordnung und Wohnen im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Engagement verschiedener Verbände

Der DV realisiert die Aufgaben des „ifs Institut Wohneigentum“ mit dem besonderen finanziellen und personellen Engagement des Verbandes der privaten Bausparkassen, von Haus und Grund Deutschland, des IVD – Immobilienverband Deutschland, der Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen sowie des Verbandes Privater Bauherren. Weitere Verbände und Unternehmen, vor allem einige Bausparkassen, unterstützen die Arbeit zudem finanziell.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Christian Huttenloher

Generalsekretär und Vorstandsmitglied

E-Mail: c.huttenloher@deutscher-verband.org
Telefon: +49 30 2061 325-0

Christian Huttenloher,

Oda Scheibelhuber

Ministerialdirektorin a. D., Vorsitzende der Arbeitsgruppe "ifs Wohneigentum"

E-Mail: info@deutscher-verband.org
Telefon:

Oda Scheibelhuber,
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