Rapsfeld

Integrierte Energie- und Klimaschutzstrategien

Die Energiewende auf grünen Strom und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu reduzieren, greift zu kurz. Ein zentrales Handlungsfeld ist die Energieeffizienz und die CO2-arme Versorgung des Gebäudebestands mit Wärme und Strom. Denn 37 Prozent des CO2-Ausstoßes entfallen auf Gebäude. Bis 2050 soll nach dem Energiekonzept der Bundesregierung der Gebäudebestand nahezu klimaneutral werden.

Die reine energetische Sanierung der Gebäudehülle stößt an Grenzen: Insbesondere hocheffiziente Komplettsanierungen lassen sich nur schwer wirtschaftlich und sozialverträglich umsetzen. Insgesamt wird die Wirtschaftlichkeit energetischer Maßnahmen kontrovers diskutiert: Wie z. B. sind die Erhöhung des Wohnwerts und der Bestandserhalt gegenzurechnen? Sind Bedarfswerte oder Verbrauchswerte relevant und wie geht man mit zu negativen Bewertungen des Ausgangszustands bei zu optimistischen Annahmen über zu erreichende Energieeinsparungen um? Allerdings greifen diese Fragen zu kurz, da energetische Maßnahmen auch positive nicht-monetäre Wirkungen für Mieter und Vermieter haben.

Wegen der sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Gebäudesanierung tritt mittlerweile die Modernisierung und Anpassung der Energieversorgung stärker in den Vordergrund. Dies umfasst als dezentrale Lösung mehrere Gebäude. So werden bei teils geringeren Kosten, z.B. mit erneuerbaren Energiequellen oder Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), ähnlich hohe CO2-Einsparungen erreicht. Gleichzeitig wird das Erscheinungsbild der Gebäude und des Stadtbildes insgesamt nicht so sehr beeinträchtigt. Eine zentrale Fragestellung ist dabei, wie dezentrale und zentrale Lösungen für Energieerzeugung und -einsatz von Wärme und Strom in integrierten neuen Systemansätzen effizient und wirtschaftlich verbunden werden können.

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