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Europäische territoriale Zusammenarbeit: INTERREG

INTERREG – in der "Community" ist das ein feststehender Begriff, Neueinsteiger jedoch wissen mit diesem Schlagwort oft nicht viel anzufangen. Allgemein gesagt geht es dabei um EU-Projekte der europäischen territorialen Zusammenarbeit, an denen Partner aus verschiedenen Ländern, wie z. B. Städte, Verbände oder Hochschulen, an einem gemeinsamen Thema bzw. arbeiten. Doch das ist stark vereinfacht. Lesen Sie mehr:

Mit ihrer Regionalpolitik möchte die Europäische Union den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt ihrer Mitgliedsstaaten und Regionen stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der EU erhöhen. Dafür sollen Unterschiede zwischen stärkeren und schwächeren Regionen ausgeglichen und eine ausgewogene räumliche Entwicklung befördert werden (Kohäsion). Das Finanzinstrument der Regionalpolitik sind die europäischen Strukturfonds, für die jeweils ein mehrjähriger Finanzrahmen verabschiedet wird (Förderperiode). Zu den Strukturfonds zählen unter anderem der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF) und der Europäische Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Die aktuelle Förderperiode dauert von 2014 bis 2020.

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik in Europa. Sie wird über den EFRE gefördert. Die ETZ teilt sich auf in drei Formen der Zusammenarbeit:

  • Die grenzüberschreitende (INTERREG A: Zusammenarbeit benachbarter Grenzregionen),
  • die transnationale (INTERREG B: Zusammenarbeit innerhalb von Regionen in 13 staatenübergreifenden Programmräumen, z. B. im Ostseeraum, im Alpenraum etc.)
  • und die interregionale (INTERREG C: Zusammenarbeit verschiedener Regionen in Europa ohne direkten räumlichen Zusammenhang).

Der Deutsche Verband engagiert sich hauptsächlich in transnationalen Projekten der Ausrichtung INTERREG B. Lesen Sie mehr!

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