In einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten an Schärfe gewinnen und demokratische Aushandlungsprozesse vor wachsenden Herausforderungen stehen, rückt die Frage in den Mittelpunkt, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie das Miteinander gestärkt werden kann. In diesem Zusammenhang gewinnen Begegnungsorte oder "Dritte Orte" an Bedeutung. Sie sollten strategisch im Quartier mitgedacht werden.
Für den nächsten EU-Haushalt möchte die Europäische Kommission einen national geprägten Programmierungsansatz für die EU-Förderpolitik durchsetzen. Das Europäische Parlament hält dagegen: Vereinfachung ja, dies dürfe aber nicht Zentralisierung bedeuten.
Ein klimaneutraler Gebäudebestand ist eine große Herausforderung für Städte. Die europäische „Dekarbonisierungspartnerschaft“ hat jetzt einen Aktionsplan mit praxisnahen Lösungen für die kommunale Umsetzung erarbeitet.
Die Empfehlungen von DIE STADTENTWICKLER.BUNDESVERBAND und dem DV zeigen Wege auf, wie Bund und Länder gegensteuern können, damit Kommunen unabhängig von ihrer Haushaltslage Städtebaufördermittel nutzen und Investitionen beschleunigen können.
Der European Affordable Housing Plan der EU-Kommission setzt auf vier Handlungsfelder: Beihilfen vereinfachen, Bauen beschleunigen, Kurzzeitvermietungen regulieren und Investitionen mobilisieren. Die Richtung stimmt – doch zentrale Fragen bleiben offen.
Wohnungslosigkeit ist mehr als ein soziales Problem – sie ist auch Ausdruck struktureller Versäumnisse in der Wohnraumversorgung. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit (NAP-W) hat die Bundesregierung 2024 ein klares Ziel formuliert: Wohnungslosigkeit bis 2030 überwinden.
Infrastruktur ist weit mehr als Beton, Kabel und Rohre. Sie ist das Rückgrat unserer Städte und Gemeinden, sie schafft Lebensqualität, ermöglicht Teilhabe und ist ein entscheidender Faktor für sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität.
Die vorgeschlagenen Änderungen der Europäischen Kommission für den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 sind ein Wendepunkt für die europäische Struktur- und Kohäsionspolitik.
Bezahlbares Wohnen ist mehr als ein soziales Grundbedürfnis – es ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit. Die Ursachen von steigenden Wohnkosten sind vielfältig, ihre Auswirkungen tiefgreifend.
Gut zwei Monate nach der Bundestagswahl steht die neue Bundesregierung mit ihrem Regierungsprogramm. Während sie beim Thema Bauen und Wohnen ambitionierte Pläne vorlegt, bleibt im Bereich Stadtentwicklung noch Entwicklungspotenzial.
Damit mehr Menschen Wohneigentum bilden können, brauchen wir Förderinstrumente, die die Leistungsfähigkeit der gesellschaftlichen Mitte zum Maß nehmen, meint Oda Scheibelhuber. Denn die Stärkung des Wohneigentums ist keine Klientelpolitik, sondern Bestandteil einer integrierten Wohnungspolitik.
Die Kommunen sind seit Januar 2024 verpflichtet, bis spätestens 2028 kommunale Wärmepläne aufzulegen. Bislang haben aber 83 Prozent noch keine Wärmestrategie. Klimaneutralität kann allerdings nur erreicht werden, wenn sich alle Akteure zusammen an die Umsetzung der Energie- und Wärmewende machen.
„Ich kann beim DV an den Themen weiterarbeiten, die mir eine Herzensangelegenheit sind“, sagte der ehemalige Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg am 10. September 2024 in Berlin, angesichts seiner einstimmigen Wahl durch den Verbandsrat des DV. Er folgt auf Michael Groschek nach.
Die Bundesbauministerin hat Leitlinien für ein einfacheres und kostengünstigeres Bauen vorgelegt – den "Gebäudetyp E". Sie zeigen: Die Politik möchte überbordende Bauvorschriften und Standards in den Griff bekommen. Für die rechtssichere Anwendung fehlt noch die Anpassung des Bauvertragsrechts.
Angesichts der Weltlage steht die EU-Kohäsionspolitik vor einem Bedeutungsverlust. Zugunsten der Stabilität in Europa sollten Städte und Gemeinden jedoch Kernstück der EU-Regionalpolitik und der Investitionspolitik des neuen EU-Haushalts bleiben.
Viele Wohnungsmarktakteure bekunden, zum Gemeinwohl beizutragen. Jedoch verstehen sie darunter oft sehr unterschiedliches. Gerade in Zeiten von Krisen und Wandel würde eine stärkere Debatte über Gemeinwohlkriterien und deren effektive Stärkung guttun.
Wohnungsnot hin oder her: Irgendjemand trat in den letzten Jahren immer auf die „Geht-nicht!“-Baubremse. Jetzt kommt endlich Bewegung in die Baupolitik, doch mit der Haushaltskrise droht schon die nächste Hürde. Ein Kommentar von Michael Groschek.
Die europäischen Institutionen haben eine politische Einigung zur Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) erzielt. Sie ist praxisnah und weitgehend kohärent mit der von der Bundesregierung verabschiedeten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
Bundesweit stehen Innenstädte und Zentren unter Handlungsdruck. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesbauministerium 2021 das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) ins Leben gerufen. Jetzt liegen erste Erkenntnisse aus den Programmkommunen vor.
Den Wandel, der unseren Städten bevorsteht, können wir nur als Gemeinschaftsaufgabe der Generationen bewältigen. Unsere Jahrestagung 2023 bildete den Auftakt für einen Generationendialog, den wir künftig in regelmäßigen Sitzungen fortführen möchten.