Pressemitteilung vom

Transformationsaufgabe Klimaanpassung stärken

Köln, 15. September 2026. Klimaanpassung ist in der kommunalen Praxis angekommen, muss aber noch Standard in der Stadtentwicklung werden. Die Transformationsaufgabe Klimaanpassung muss systematisch in alle bestehenden Instrumente und Prozesse eingebettet werden. Denn Klimaanpassung ist längst keine Zukunftsaufgabe mehr, sondern eine zentrale Daueraufgabe der Stadtentwicklung. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmenden des Fachforums „Transformationsaufgabe Klimaanpassung: Von der Risikoanalyse zur integrierten Umsetzung“ beim 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik. Veranstaltet wurde das Fachforum gemeinsam vom Bundesverband DIE STADTENTWICKLER und dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV). 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städte und Gemeinden den Schritt von der Analyse klimabedingter Risiken hin zu einer wirksamen und integrierten Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen schaffen und stärken können. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wohnungswirtschaft, Planung und Wissenschaft diskutierten über Strategien, Instrumente und Praxisbeispiele für klimaresiliente Quartiere und Städte. Die Diskussion machte deutlich: An Daten, Konzepten und Fachwissen mangelt es nicht. Klimarisikoanalysen, Hitzekarten und Starkregengefahrenkarten liegen vielerorts bereits vor. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese Erkenntnisse systematisch in Planungs-, Investitions- und Verwaltungsentscheidungen zu integrieren. "Klimaanpassung darf kein separates Fachthema bleiben. Sie muss zum selbstverständlichen Bestandteil jeder Entscheidung über Wohnen, Mobilität, Infrastruktur und Freiraumentwicklung werden“, lautete eine zentrale Botschaft des Fachforums. 

Beispiele aus Dortmund, Berlin, Cottbus und Bremen zeigten, wie integrierte Ansätze bereits heute erfolgreich umgesetzt werden. Dabei wurde deutlich, dass Klimaanpassung besonders dort Wirkung entfaltet, wo sie mit Stadtentwicklung, Mobilitätswende, Energiewende, Wasserwirtschaft und Freiraumplanung zusammen gedacht wird. Gleichzeitig betonten die Fachleute, dass erfolgreiche Klimaanpassung nur durch neue Formen der Zusammenarbeit gelingen kann. Kommunen, Wohnungswirtschaft, Planungsbüros, Wissenschaft und Zivilgesellschaft müssten ihre Kompetenzen stärker bündeln und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. Neben einer verlässlichen Finanzierung benötigen die Kommunen vor allem ausreichend personelle Kapazitäten, klare Zuständigkeiten sowie geeignete rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen. Zudem wurden sektorale Regelwerke und Zielkonflikte als häufige Hemmnisse für die Umsetzung identifiziert. 

Das Fachforum zog abschließend das Fazit, dass die Voraussetzungen für klimaresiliente Stadtentwicklung heute besser sind als je zuvor. Entscheidend ist nun, die vorhandenen Erkenntnisse schneller in konkrete Projekte zu überführen und Klimaanpassung im kommunalen Alltag sichtbar zu machen. „Die Transformationsaufgabe besteht heute nicht mehr darin, neues Wissen zu schaffen. Entscheidend ist, vorhandenes Wissen konsequent in die Umsetzung zu bringen. Kurz gesagt: weniger analysieren, mehr Wirkung entfalten.“

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