Im Rahmen des 19. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik organisiert der DV ein Fachforum zur europäischen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie europäische Kooperation einen praktischen Mehrwert für Bürger:innen vor Ort in den Quartieren schaffen kann. Die aktuellen städtischen Herausforderungen erfordern zielgerichtetes Handeln und neue Ansätze. Dabei hilft es, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken: In vielen Städten Europas gibt es gute Beispiele für erfolgreiche Ansätze, die dazu beitragen, lebenswertere und widerstandsfähige Quartiere zu entwickeln. Europäische Förderprogramme wie URBACT, die Europäische Stadtinitiative (EUI) mit dem City-to-City-Exchange und Interreg spielen hierbei eine wichtige Rolle – sie fördern den Austausch über nationale Grenzen hinweg und ermöglichen das Erproben innovativer Lösungen einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung.
Drei Beispiele europäischer Kooperationen werden im Rahmen des Kongresses vorgestellt: Gent und Düsseldorf setzen sich im Rahmen des URBACT-Netzwerks „URBAN ECHO“ mit quartiersbezogener, integrierter Stadterneuerung und frühzeitigen Beteiligungsprozessen auseinander. Chemnitz und Nova Gorica tauschen sich im City-to-City-Austausch der EUI über Risikovorsorge, Klimaschutz und öffentliche Sicherheit aus. Der Kreis Bergstraße verfolgt in den Projekten "Circular Rural Regions" und EU‑Interreg‑Kooperation „KARMA“ das Ziel, zirkuläres Bauen voranzubringen. Während "Circular Rural Regions" auf die Entwicklung konkreter Lösungen und Pilotvorhaben fokussiert, ermöglicht "KARMA" den europäischen Austausch zu Strategien und Politikinstrumenten der Kreislaufwirtschaft. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Beitrag der URBACT-Kontaktstelle Deutschland und des Sekretariats der Europäischen Stadtinitiative, der den Mehrwert europäischer Zusammenarbeit beleuchtet.
Hier können Sie sich für den Kongress anmelden und hier finden Sie das Programm des Fachforums.