Das Projekt „Zukunft der europäischen Zusammenarbeit in der Raumentwicklung“ wurde als Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) durchgeführt. Ziel war es, die deutschen Positionen zur Weiterentwicklung der europäischen Raumentwicklung und der Interreg-Programme wissenschaftlich zu fundieren und strategisch vorzubereiten. Das Projekt lief von Dezember 2016 bis Februar 2019 und wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragt. Gemeinsam mit dem Kooperationspartnern INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner sowie die Radboud Universität Nimwegen übernahm der DV die Gesamtkoordination des Vorhabens.
Zukunft der europäischen Zusammenarbeit in der Raumentwicklung
Koordination des Modellvorhabens
Im Rahmen des Projekts wurden bestehende Visionen und Strategien der europäischen Raumentwicklung analysiert und die Rolle der EU-Kohäsionspolitik als Instrument für territoriale Kohäsion bewertet. Darauf aufbauend entwickelte das Projekt Politikszenarien und Handlungsempfehlungen für die deutsche Ratspräsidentschaft sowie für die zukünftige Ausgestaltung der Interreg-Programme. Zudem wurden die bisherigen Interreg-Programme – insbesondere Interreg B – kritisch ausgewertet, um deren Mehrwert gegenüber anderen EU-Förderprogrammen herauszustellen. Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. (DV) übernahm zusammen mit den Partnern eine zentrale Rolle bei der Umsetzung. Er koordinierte das Projekt, führte wissenschaftliche Analysen durch und erstellte Teilberichte sowie statistische Auswertungen zur Rolle der EU-Regionalpolitik. Darüber hinaus beriet der DV das BMVI und das BBSR während der gesamten Projektlaufzeit.
Das Projekt lieferte wichtige Argumentationsgrundlagen und Empfehlungen für die deutsche Ratspräsidentschaft 2020. Es entwickelte strategische Vorschläge zur Weiterentwicklung der Interreg-Programme für die Förderperiode 2021–2027 und erarbeitete Politikszenarien für die territoriale Zusammenarbeit unter Berücksichtigung aktueller EU-Rahmenpolitiken und unvorhergesehener Ereignisse wie dem Brexit.
Weitere Informationen:
Auftrag im Rahmen des Förderprogramms Modellvorhaben der Raumordnung - MORO, Forschungsprojekt
Laufzeit2016 bis 2019
AuftraggeberBundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
KonsortiumINFRASTRUKTUR & UMWELT, Radboud Universität Nimwegen
Ansprechperson









