Die Städtebauförderung ist seit ihrer Einführung im Jahr 1971 ein zentrales Instrument für eine nachhaltige und ausgewogene Stadt- und Raumentwicklung in Deutschland. Angesichts aktueller und absehbarer Herausforderungen wie digitale Transformation, soziale Integration und Zusammenhalt, Energiewende und Klimaschutz, Wohnraumknappheit sowie veränderter gesetzlicher und finanztechnischer Rahmenbedingungen war eine grundlegende Weiterentwicklung der Städtebauförderung erforderlich. Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) koordinierte der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. diesen Prozess in Zusammenarbeit mit Nils Scheffler (Urban Expert) im Rahmen des BBSR-Forschungsprojekts „Weiterentwicklung der Städtebauförderung 2020“.
Weiterentwicklung der Städtebauförderung 2020
Organisation von Beteiligungsformaten
Ziel des Vorhabens war es, die Städtebauförderung zukunftsfähig zu gestalten und an die neuen gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen anzupassen. In enger Zusammenarbeit mit Nils Scheffler (Urban Expert) organisierte der DV verschiedene Beteiligungsformate, um Bund, Länder, Kommunen und weitere relevante Akteure in einen strukturierten Dialog einzubinden. Die Aufgaben des DV im Projekt umfassten die Koordination und Organisation des Beteiligungsprozesses, die Durchführung und Dokumentation von Workshops, Befragungen und Abstimmungen, die Aufbereitung von Ergebnissen für die politische Entscheidungsfindung sowie die Vernetzung relevanter Akteure aus Verwaltung, Politik und Praxis.
Die erarbeiteten Ergebnisse umfassen eine Neuausrichtung der Förderstruktur, bei der Programme stärker auf integrierte Stadtentwicklung und soziale Stabilisierung ausgerichtet wurden. Zudem wurden die Förderinstrumente flexibilisiert, um unterschiedliche kommunale Ausgangslagen und Herausforderungen besser zu berücksichtigen. Klimaschutz und Digitalisierung wurden als Querschnittsaufgaben in alle Förderprogramme integriert. Darüber hinaus erfolgte eine Verbesserung der Verwaltungsverfahren durch vereinfachte Antragstellung und Abrechnung, um Kommunen zu entlasten. Schließlich wird die Förderung von Kooperationen gestärkt, mit intensiverer Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie der Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure.
Die Ergebnisse wurden im Sommer 2019 auf einer Abschlussveranstaltung vorgestellt und bildeten die Grundlage für die Neuausrichtung der Städtebauförderung ab 2020.
Weitere Informationen:
Auftrag, Forschungsprojekt
LaufzeitOktober 2018 bis Juli 2019
AuftraggeberBundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
KonsortiumDV, Nils Scheffler (Urban Expert)
WebseitenWebseite zur StädtebauförderungAnsprechperson


