Territoriale Dimension in Europa (TIDE)

Fachdialog und Wissenstransfer zur Stärkung territorialer Ansätze in der EU-Strukturpolitik

Mit dem Projekt „Territoriale Dimension in Europa (TIDE)” stärkt der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung die Debatte über die territoriale Dimension in der EU-Strukturpolitik und bringt deutsche Praxiserfahrungen gezielt in die europäische Diskussion zur Förderperiode nach 2027 ein. TIDE knüpft unmittelbar an die Vorgängerstudie „Die territoriale Dimension der EU-Strukturpolitik in Deutschland“ an und entwickelt deren zentrale Befunde und Empfehlungen weiter. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie integrierte territoriale Ansätze künftig so ausgestaltet werden können, dass Städte, Umland, funktionale Räume und ländliche Regionen gleichermaßen berücksichtigt werden. Der Deutsche Verband übernimmt die Konzeption und Umsetzung von Dialogformaten in Deutschland und Brüssel, die Aufbereitung praxisnaher Beispiele in einer digitalen Broschüre sowie die Verdichtung der Ergebnisse in einem Dialogertragspapier. Auftraggeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Forschungsprogramm „Region gestalten“.

TIDE verfolgt das Ziel, die territoriale Dimension als festen Bestandteil der künftigen Kohäsionspolitik politisch sichtbarer und fachlich anschlussfähiger zu machen. Hierzu organisiert der Deutsche Verband Fachdialoge in Deutschland und Brüssel, in denen zentrale Empfehlungen aus der Vorgängerstudie diskutiert, weiterentwickelt und mit aktuellen europäischen Reformdebatten verknüpft werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Instrumente wie ITI, CLLD und weitere territoriale Ansätze im neuen Rechts- und Finanzrahmen gesichert und gestärkt werden können.

Ergänzend entsteht eine digital konzipierte, visuell aufbereitete Broschüre mit ausgewählten Praxisbeispielen aus Deutschland. Sie zeigt, wie territoriale Ansätze vor Ort wirken. Aufbauend auf den Dialogen und Fallbeispielen erarbeitet der Deutsche Verband zudem ein kompaktes Papier mit geschärften Botschaften und Empfehlungen für die europäische und nationale Debatte. Damit verbindet TIDE politische Diskussion, fachliche Vertiefung und praxisnahe Kommunikation.

Die Reform der EU-Kohäsionspolitik nach 2027 stellt die territoriale Dimension vor neue Weichenstellungen. Mit den diskutierten Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplänen (NRPP) sowie neuen Zielvorgaben für ländliche Entwicklung entstehen Chancen, aber auch Risiken für integrierte territoriale Ansätze. TIDE setzt genau hier an: Das Projekt baut auf der Vorgängerstudie des Deutschen Verbandes auf und trägt dazu bei, deren Empfehlungen in die laufenden Debatten zum künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen und zur Ausgestaltung der EU-Strukturpolitik einzubringen. Ziel ist eine balancierte territoriale Perspektive, die Stadt, Land und funktionale Verflechtungsräume zusammen denkt.

Weitere Informationen:

Typ: Forschungs- und Dialogprojekt

Laufzeit: 2026

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Forschungsprogramm „Region gestalten

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