Der Runde Tisch „Neue Impulse zu nachhaltigem Klimaschutz im Gebäudebestand“ hatte zum Ziel, realistische und wirkungsvolle quartiersbezogene Lösungsansätze voranzubringen. Der DV organisierte die auf ein Jahr angelegte Dialoginitiative mit fachlicher Begleitung durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das Vorhaben. In einem offenen, konstruktiven und konsensorientierten Dialog wurden die vielfältigen Perspektiven und Erfahrungen verschiedener Akteure sektorübergreifend zusammengebracht. Der DV steuerte den Aufbau der Kerngruppe der Teilnehmenden, organisierte die Sitzungen und die Entwicklung der Handlungsempfehlungen.
Runder Tisch „Neue Impulse zu nachhaltigem Klimaschutz im Gebäudebestand“
Koordination der Dialoginitiative
Das neue Bundes-Klimaschutzgesetz fordert bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität – dies betrifft neben Verkehr und Energie auch den Gebäudesektor. Mit der Fortsetzung bestehender Maßnahmen lässt sich dieser Zielwert jedoch nicht erreichen: Die jährliche Sanierungsrate muss auf mindestens 1,5 bis drei Prozent steigen und die Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Vor diesem Hintergrund hatte sich der „Runde Tisch“ ein Jahr lang mit integrierten Lösungsansätzen befasst. Vorsitz des „Runden Tisch“ war Werner Spec, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Ludwigsburg und Leiter der Arbeitsgruppe „Energie, Immobilien und Stadtentwicklung“ des DV. Ein Fokus lag auf dem Quartier als Handlungsebene. Dabei erörterten Vertreter:innen von Immobilien- und Energiewirtschaft, Mieter:innen, Umweltorganisationen, Förderinstituten, Bundes- und Landesministerien sowie Kommunen mögliche Wege zu einem klimaneutralen Gebäudebestand. Bei der Abschlussveranstaltung übergab der DV die daraus erarbeiteten Handlungsempfehlungen dem parlamentarischen Umweltstaatssekretär Florian Pronold, der die Dialoginitiative gemeinsam mit dem Verband initiiert hatte.
Der energetische Umbau des Gebäudebestands stellt eine der zentralen Herausforderungen der Klimawende dar. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Investitionen in Energieeffizienz und Treibhausgasminderung im Gebäudesektor zugleich sozialverträglich und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden können. Besonders relevant ist dabei die enge Verzahnung der Bereiche Gebäude, Energie und Mobilität. Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, war es daher entscheidend, Akteure aus Immobilien- und Energiewirtschaft, Mieterorganisationen, Umweltverbänden, Sanierungsträgern, Wissenschaft sowie den zuständigen Bundesressorts in einen gemeinsamen, lösungsorientierten Dialog einzubinden..einzubinden.

Weitere Informationen:
Zuwendung, Dialog und Transferprojekt
Laufzeit2020 bis 2021
AuftraggeberBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
KonsortiumInstitut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU)
ErgebnisseWissenschaftliche Gesamtdokumentation mit Materialband (IWU, Juli 2021)
10 Kernthesen von Werner Spec (Juni 2021)
Ansprechperson







