Drei-Prozent-plus-Projekt

© Nikita Kuzmenkov

Umsetzung des energieeffizienten Sanierungsfahrplans für kommunale Quartiere

Das Verbundvorhaben „Drei-Prozent-plus" schließt an das Vorhaben „Drei Prozent Projekt – Energieeffizienter Sanierungsfahrplan für kommunale Quartiere“ an. Es beinhaltet die praktische Umsetzung des Instruments des energieeffizienten Sanierungsfahrplans (SFQ) in den beteiligten Modellkommunen Aachen-Brand, Ludwigsburg-Schlösslesfeld sowie in der Gemeinde Roetgen und der Stadt Eschweiler in der Region Aachen.

An dem Verbundforschungsprojekt arbeitet der DV gemeinsam mit der B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH und der Hochschule für Technik in Stuttgart. Das Projekt wird über den Förderschwerpunkt „EnEff:Stadt“ aus dem Energieforschungsprogramm des Bundes vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Vorhaben zielt auf die konkrete Erprobung von vier Sanierungsfahrplänen von 2019 bis 2021 ab. Der fachliche und operative Schwerpunkt liegt dabei auf schwer zu aktivierenden Energieeffizienzpotentialen.

Dabei geht es zum einen besonders um schwer zu mobilisierende und bisher nicht hinreichend untersuchte Eigentümerzielgruppen wie Kleinvermieter, Senioreneigentümern und kleine Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) mit ehrenamtlichen Verwaltern. Andererseits werden technologisch schlecht ausgestattete Quartiere betrachtet. Sie sind überwiegend geprägt durch fossile Einzelfeuerungen ohne Anbindungsmöglichkeiten an Fernwärme-Netze und haben geringes Potential für Nahwärme und Blockheizkraftwärme aufgrund ihrer individuellen Eigentümerstrukturen. Die Umsetzung durch die B.&S.U. mbH in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern wird ergänzt durch die Entwicklung innovativer, digitaler Planungs- und Finanzierungstools der HFT Stuttgart. Der DV ist zuständig für den Aufbau und die Erweiterung lokaler Beratungsnetzwerke.

Eine wichtige Rolle für den DV spielt zudem der nationale und internationale Erfahrungsaustausch. Dafür beteiligt sich der DV zum einen am Annex 75 der Internationalen Energieagentur (IEA) „Cost-effective Building Renovation at District Level Combining Energy Efficiency & Renewables“. Zudem arbeitet er in der "Working Group on Cities & Communities" in der IEA  mit und nimmt am Vorhaben des Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) in Karlsruhe teil, das in deutsch-österreichisch-schweizerischer Zusammenarbeit erfolgt.

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