Die “Neue Leipzig-Charta – Die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl” wurde im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 verabschiedet. Sie ist das zentrale strategische Dokument für eine gemeinwohlorientierte, integrierte und nachhaltige Stadtentwicklung in Europa. Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) hat gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg und dem European Urban Knowledge Network (EUKN) den Dialogprozess im Auftrag des BMWSB methodisch und organisatorisch unterstützt.
Dialogprozess zur Weiterentwicklung der Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt
Unterstützung des Dialogprozesses
Die Erarbeitung der Charta erfolgte in einem mehrstufigen, inklusiven Prozess: Auf europäischer Ebene wurden Workshops und Fachkonferenzen mit EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und Städteverbänden durchgeführt. Die Abstimmung mit der Urbanen Agenda für die EU und internationalen Rahmenwerken wie der Agenda 2030 war dabei zentral. Auf nationaler Ebene setzte der DV gemeinsam mit seinen Partnern auf breite Beteiligung: digitale Formate wie „stadt:impuls“ und „Stadt:Radar“ ergänzten die nationalen Dialogveranstaltungen, bei denen Kommunen, Länder, Verbände und die Zivilgesellschaft ihre Perspektiven einbrachten. Die übernommenen Aufgaben des DV umfassten die Koordination und Moderation von Fachdialogen, die Organisation von Konsultationsformaten und die Durchführung nationaler Dialogveranstaltungen. Zudem hat das Konsortium die Ergebnisse wissenschaftlich begleitet und dokumentiert, um eine fundierte Grundlage für die Formulierung der Charta zu schaffen. Besonders wichtig war die Vernetzung zwischen europäischen und deutschen Akteuren, damit die Prinzipien der kooperativen Stadtentwicklung in allen Ebenen verankert werden.
Die Charta ist mehr als ein politisches Dokument – sie ist ein Zukunftsprogramm und Handlungsauftrag für alle Ebenen der Stadtentwicklungspolitik für europäische Städte. Sie beschreibt die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl und stellt drei Leitprinzipien in den Mittelpunkt:
- Die gerechte Stadt: Sie steht für soziale Inklusion, Chancengleichheit und bezahlbaren Wohnraum. Alle Menschen sollen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Teilhabe am städtischen Leben haben.
- Die grüne Stadt: Hier geht es um Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und resiliente Infrastrukturen. Städte sollen sich an den Klimawandel anpassen und gleichzeitig Lebensqualität durch Grünräume und umweltfreundliche Lösungen sichern.
- Die produktive Stadt: Hier geht es um Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und resiliente Infrastrukturen. Städte sollen sich an den Klimawandel anpassen und gleichzeitig Lebensqualität durch Grünräume und umweltfreundliche Lösungen sichern.
Weitere Informationen:
Auftrag im Rahmen des Förderprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt), Dialog- und Transferprojekt
Laufzeit2018 bis 2021
AuftraggeberBundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
KonsortiumDeutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) , BTU Cottbus-Senftenberg, European Urban Knowledge Network (EUKN)
ErgebnisseBroschüre “Die neue Leipzig-Charta: Entstehungsprozess und Ergebnis” (Juli 2021)
Ansprechpersonen

Christian Huttenloher
Generalsekretär / Vorstandsmitgliedc.huttenloher@deutscher-verband.org+49 30 2061 325-0





