Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung hat im Frühjahr 2016 mit weiteren Verbänden das „ifs Institut Wohneigentum“ eingerichtet. Dieses führt die Tradition des Ende 2015 aufgelösten „ifs – Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen“ fort. Mit dem Institut schafft der DV eine gesonderte Plattform zur Erörterung von Fragen rund um das Wohneigentum. Dies umfasst Grundsatzfragen und aktuelle Entwicklungen von Städtebau, Wohnungs- und Grundstückswesen. Auch Planungs-, Bau- und Bodenrecht, Steuerrecht sowie die Wohnungsbaufinanzierung fallen darunter. Außerdem will der DV die gesellschafts-, wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Bedeutung von Wohneigentum ins Bewusstsein rufen und auf günstige Rahmenbedingungen für die Eigentumsbildung hinwirken.
ifs Institut Wohneigentum
Plattform zur Erörterung von Fragen rund um das Wohneigentum
Bedeutung von Wohneigentum
Wohneigentum – sowohl das selbstgenutzte als auch das privat vermietete – hat für die Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten einen hohen Stellenwert. Zusammen mit den Beständen der privaten, öffentlichen, genossenschaftlichen und sonstigen Wohnungsunternehmen bildet das Wohneigentum eine wesentliche Säule für einen stabilen und funktionierenden Wohnungsmarkt. Zwei Drittel aller Mietwohnungen gehören privaten Vermietenden; 44 Prozent der Haushalte leben in ihren eigenen vier Wänden. Dies sind nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. Reihenhäuser, sondern auch Eigentumswohnungen. Knapp ein Viertel aller Wohnungen befinden sich in Wohneigentümer:innengemeinschaften.
Wohneigentum stärkt die lokale Verbundenheit und trägt dazu bei, Stadtstrukturen zu stabilisieren und aufzuwerten. Eine besonders hohe Bedeutung hat das Wohneigentum für die Vermögensbildung und die private Altersvorsorge. Wohneigentum ist eine vergleichsweise sichere, kapitalgedeckte Vorsorge, betrachtet man das sinkende gesetzliche Rentenniveau und das steigende Risiko von Altersarmut. Untersuchungen zeigen, dass Eigentümer:innenhaushalte beim Renteneintritt ein sechsmal höheres Vermögen haben als Mieterhaushalte der gleichen Einkommensgruppe. Angesichts der im europäischen Vergleich sehr niedrigen Eigentumsquote sollte deshalb die Wohneigentumsbildung gerade von Haushalten mit geringerem und durchschnittlichem Einkommen wieder in den Fokus rücken. Dies würde der starken und zunehmenden Ungleichverteilung von Vermögen in Deutschland entgegenwirken.
Aufgaben des ifs-Instituts Wohneigentum
Vor diesem Hintergrund übernimmt das „ifs-Institut Wohneigentum“ folgende Aufgaben, um verschiedene Aspekte mit Bezug zum Wohneigentum zu erörtern:
- Arbeitsgruppe „ifs Wohneigentum“: Die Arbeitsgruppe behandelt in ihren Sitzungen vertieft verschiedene relevante Themen. Der Teilnehmendenkreis umfasst unter anderem DV-Mitglieder, relevante Bundesministerien und Fachinstitute.
- Wohnungspolitisches Forum: Bei der renommierten jährlichen Veranstaltung referieren und diskutieren Spitzenpolitiker:innen aus Bund, Ländern und Kommunen sowie die bau- und wohnungspolitischen Sprecher:innen der Bundestagsfraktionen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik.
- „ifs-Newsletter Wohneigentum“: Ein Verbände-Redaktionsteam erstellt unter Leitung des Verbandes der privaten Bausparkassen einen Online-Newsletter, der alle zwei Monate erscheint. Relevante Veröffentlichungen und politische Vorhaben werden zusammengefasst und kommentiert sowie Fakten und Daten zum Thema Wohneigentum veröffentlicht.
Den Vorsitz der Arbeitsgruppe und die Repräsentation der ifs-Themen übernimmt Oda Scheibelhuber, Staatssekretärin a. D. und bis 2014 Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung, Raumordnung und Wohnen im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Engagement verschiedener Verbände
Der DV realisiert die Aufgaben des „ifs Institut Wohneigentum“ mit dem besonderen finanziellen und personellen Engagement des Verbandes der privaten Bausparkassen, von Haus und Grund Deutschland, des IVD – Immobilienverband Deutschland, der Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen sowie des Verbandes Privater Bauherren. Weitere Verbände und Unternehmen, vor allem einige Bausparkassen, unterstützen die Arbeit zudem finanziell.
Der DV bedankt sich bei folgenden Organisationen für die besondere finanzielle Unterstützung bei den Aufgaben des "ifs Institut Wohneigentum":
- Aachener Bausparkasse AG
- BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.
- BHW Bausparkasse AG
- Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.
- Debeka Bausparkasse AG
- Deutscher Ring Bausparkasse AG
- Eigenheimerverband Deutschland e.V.
- GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
- Haus & Grund Deutschland
- IVD Immobilienverband Deutschland
- IFE e.V. Interessenverband Familie und Eigentum gemeinsam mit Katholischen Siedlungsdienst
- VdW Niedersachsen und Bremen e.V.
- VdW Rheinland Westfalen
- Verband der Privaten Bauherren e.V.
- Verband Wohneigentum
- Wüstenrot Bausparkasse AG
- ZDB Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
- Verband der Privaten Bausparkassen
- LBS Bundesgeschäftsstelle
Ansprechpersonen

Christian Huttenloher
Generalsekretär / Vorstandsmitgliedc.huttenloher@deutscher-verband.org+49 30 2061 325-0

