Dialogformat "Generationenfrage Gemeinwohl"

Nachhaltigkeit und Gemeinwohl in der Stadtentwicklung

„Generationenfrage Gemeinwohl“ als Dialogformat des DV adressiert aktuelle Fragestellungen in Stadtentwicklung und Wohnungswesen und bietet neuen Stimmen und Ideen einen Zugang zur Verbandsarbeit und fachpolitischen Debatten. Ziel dieses Formats ist es, den Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen, Generationen und Ebenen zu zukunftsfester, nachhaltiger Stadtentwicklung und Wohnungswesen zu fördern. Nachhaltigkeit meint dabei das Austarieren sowohl ökologischer als auch sozialer und ökonomischer Komponenten. Damit möchten wir das gemeinsame Verständnis von Generationengerechtigkeit und Gemeinwohl der im DV engagierten Akteure und Partner:innen herausarbeiten und stärken. Mit Lisa Hahn von der Montag Stiftung Urbane Räume und Dr. Paul Kowitz von der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH unterstützen zwei Praxiskoordinator:innen die DV-Geschäftsstelle.

Wir sehen es am Klimawandel und der älter werdenden Gesellschaft, an der notwendigen Wärme-, Mobilitäts- und Bauwende sowie bei (Gegen-)Trends wie Globalisierung und Relokalisierung: Die Gestaltung von vielfältigen Umbrüchen ist die große Aufgabe unserer Zeit. Für gesellschaftliche Debatten sorgt insbesondere der Anspruch, dass jeder Wandel nachhaltig gestaltet werden soll, im Sinne von ökologisch, sozial, wirtschaftlich und kulturell. Denn diese unterschiedlichen Aspekte der Nachhaltigkeit erzeugen im Detail häufig Interessenskonflikte bzw. stehen im Widerspruch zueinander.

Das Gemeinwohl ist ein weiteres Leitbild, das wieder vermehrt diskutiert wird, wenn es um integrierte Stadtentwicklung und Wohnraumversorgung geht. Sowohl zur Nachhaltigkeit als auch zum Gemeinwohl bekennen sich viele Akteure aus den genannten Bereichen. Allerdings interpretieren sie die Begriffe häufig auf verschiedene Art und Weise oder legen ihren Schwerpunkt auf unterschiedliche Facetten. Ein konstruktiver Austausch bei der “Generationenfrage Gemeinwohl” zu verschiedenen Perspektiven und der Blick über den Tellerrand der Disziplinen, Generationen und Geschäftsmodelle soll dazu beitragen, einem gemeinsamen Verständnis näher zu kommen.

In den im Regelfall zweistündigen Online-Diskussionen sollen Fragestellungen und innovative Ansätze im Themenbereich Gemeinwohl und Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung behandelt werden. Auch Themenvorschläge der Teilnehmenden, der Mitglieder und Partner:innen des DV werden entgegengenommen. Ziel ist es, neue Perspektiven in die Verbandsarbeit und den fachpolitischen Diskurs einzubringen. Es bindet gezielt neue, insbesondere jüngere Stimmen aus Stadtentwicklung, Wohnungswesen, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein.

Hintergrund

Auftakt und Auslöser des Formats war die DV-Jahrestagung 2023. Dort blickten wir auf mögliche Wohnformen und die städtische Transformation durch die Brille verschiedener Generationen von Politiker:innen, Stadtmacher:innen und Wohnungsmarktakteuren. Im Rahmen unseres ifs Wohnungspolitischem Forum 2023 nahmen wir zudem das Thema Generationengerechtigkeit bei der Wohneigentumspolitik in den Blick. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden in einem zusätzlichen Generationendialog zudem Trends und Möglichkeiten bei Wohnwünschen und Wohnformen diskutiert.

Ansprechpersonen

Lilian Krischer

Projektleiterin+49 30 2061 325-60

Max Dörr

Projektkoordinator+49 30 2061 325-53

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