Mitglieder
URBAN II
Kassel
Kurzbeschreibung
Das Programmgebiet umfasst Teile der Bezirke Mitte,
Rothenditmold, Nord-Holland, Wesertor, Unterneustadt und Bettenhausen mit einer
förderfähigen Bevölkerung von insgesamt 33.500 Einwohnern. Das Gebiet ist städtebaulich
stark verdichtet, wobei Stadtteile mit hohen Bevölkerungsanteilen an
ausgedehnte Industriebrachen grenzen. Die Einwohnerzahl ist rückläufig, viele der noch Verbliebenen sind
mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen.
Knapp die Hälfte der Angehörigen von
ethnischen Minderheiten in Kassel leben im URBAN II-Gebiet, wo sie ein Drittel
der Einwohner ausmachen. Die lokale Wirtschaft hat einen Wandel von der
Industrie zum Dienstleistungssektor durchlaufen, doch haben die
Dienstleistungsarbeitsplätze die Beschäftigungsverluste in der Industrie nicht
wettmachen können. Viele Einwohner waren früher in der KfZ-Industrie und im
Maschinenbau beschäftigt.
Das Programmbudget umfasst insgesamt 42 Mio. Euro,
die EU steuert eine Gemeinschaftsbeteiligung von 9,9 Mio. Euro bei. Die
Strategie des Programms, mit der die Probleme angegangen werden sollen,
konzentriert sich auf drei Schwerpunkte:
- Wirtschaftliche Entwicklung: Im Mittelpunkt stehen neue
Wirtschaftstätigkeiten in und um den "Kulturbahnhof", die Erschließung
eines aufgelassenen Hafen- und Brauereigeländes, die Förderung lokaler Unternehmen
sowie die Erstellung eines Masterplans für das Gebiet
(Gemeinschaftsbeteiligung: 3,7 Mio. Euro).
- Wohlfahrts-, Gesundheits-, Sport- und Kultureinrichtungen: Es stehen
Finanzmittel für die Mitwirkung der örtlichen Schulen, für Kindertagesstätten
und Jugendeinrichtungen, für die Verbesserung von Sportanlagen (einschließlich
solcher, die besonders für Mädchen geeignet sind), für Beratungsdienste und
Hygieneeinrichtungen für drogenabhängige weibliche Prostituierte sowie für die
Neunutzung von historischen Gebäuden zur Verfügung (Gemeinschaftsbeteiligung:
1,9 Mio. Euro).
- Lebensumfeld: Im Rahmen dieses Schwerpunkts können die Begrünung von
Innenhöfen, die Verbesserung von Spielplätzen, die Anlage von Schrebergärten
für Pächter sowie die Informierung der Einwohner über Energieeinsparungen
finanziert werden (Gemeinschaftsbeteiligung: 3,7 Mio. Euro).
Weitere Gemeinschaftsmittel in Höhe von rund 0,6 Mio. Euro sind für
technische Hilfe bestimmt.
Zusammenfassung des URBAN II-Programms aus der Bestandsaufnahme [PDF
98 KB]
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