EXPO REAL 2004 Nachlese
Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesministerium für
Verkehr, Bau- und Wohnungswesen am Stand der Verbände auf der EXPO REAL
2004 in München.
"Die Länder müssen ihre Strukturen an sinkende Einwohnerzahlen anpassen,
um ihre Chancen im deutschen und europäischen Standortwettbewerb weiter
zu verbessern ", forderte Tilo Braune, Staatssekretär im
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am 05.10.2004 in
der Diskussion mit Vertretern des Deutschen Verbandes und wohnungs- und
immobilienwirtschaftlichen Spitzenverbänden. "So viele Kinder wie in den
vergangenen Jahrzehnten wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben",
betonte Braune. Darauf müßten die Länder reagieren und ihre Schulen,
Behörden und Einrichtungen der sozialen Vorsorge anpassen.
| |
 |
| |
Joh.-Peter Henningsen, Präsident, IVD Immobilienverband
Deutschland, Dr. Hans-Michael Brey, Generalsekretär, Deutscher
Verband, Tilo Braune, Staatssekretär, Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen |
Unter dem Aspekt der nachhaltigen Stadtentwicklung
genieße das Modell der kompakten Stadt eindeutige politische Priorität.
"Damit ist letztlich auch der Gedanke verbunden, dass die Städte, die
von innen nach außen gewachsen sind, sich jetzt wieder auf ihre inneren
Stadtteile zurückziehen", erläuterte der Staatssekretär. In den Städten
und Regionen mit zurückgehenden Einwohnerzahlen sei die Konzentration
der Investitionen auf den vorhandenen Bestand eine
stadtentwicklungspolitische Notwendigkeit. Unter Berücksichtigung des
Bevölkerungsrückgangs müsse der Wohnstandort in der Stadt besondere
Aufmerksamkeit erfahren.
In Deutschland gebe es regional sehr unterschiedliche Entwicklungen des
Wohnungsmarktes: Regionen mit Wohnungsmarktengpässen auf der einen und
stagnierender oder sogar schrumpfender Nachfrage auf der anderen Seite.
"Wir brauchen beim Wohnungsmarkt in den Städten ein Netz von Maßnahmen,
keinen Flickenteppich", sagte Braune. Die zunehmende Regionalisierung
stelle die Wohnungspolitik vor neue Herausforderungen. Es bedürfe einer
besonderen Fokussierung auf den Bestand und den Wohnstandort in der
Stadt. Braune stellte fünf Ziele in den Vordergrund: Wohneigentum in der
Stadt auch für mittlere Einkommensschichten, städtische Wohnqualität für
Familien, sozial stabile Nachbarschaften in allen Marktsegmenten,
Stadtumbaustrategien in enger Verzahnung von Städtebau und
Wohnungswirtschaft und die Beschleunigung der Recyclingprozesse im
Gebäude- und Siedlungsflächenbestand.
 |
![[Druckversion dieser Seite]](../../images/icn-printer-orange.gif) |
|
![[Zum Anfang der Seite]](../../images/icn-arrow-up-orange.gif) |
|