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DV-Gesellschaft des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung mbH | |
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D e u t s c h e r V e r b a n d G m b H
Dr. Holger Rescher Durch die rasante technische Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und damit einhergehend die zunehmende Nutzung des Internets, stellt sich auch für Kommunen und Städte die Aufgabe, den veränderten Bedingungen mit einem verbesserten virtuellen Angebot Rechnung zu tragen. Die Initiative zur Verbesserung der Internetpräsentation mit dem Fernziel einer virtuellen Stadtplanung geht heute zumeist von den Planungsämtern selbst aus. Obwohl das Know-how der Mitarbeiter unterschiedlich ist, die personellen Kapazitäten knapp und keine neuen Stellen für die Betreuung der Internetpräsenz geschaffen wurden, wird die Notwendigkeit einer virtuellen Stadtplanung erkannt und in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.
Die Präsentation städtischer Planung auf Bürgerversammlungen mit für den Laien schwer verständlichen Plänen schreckt viele Bürger ab. Das Internet kann als neue Kommunikationsform hierbei ein ergänzendes Instrument zur Vermittlung von Informationen sein. Die Bandbreite an Internetpräsentationen der Städte ist bislang noch sehr groß und zeigt stark qualitative Unterschiede. Hinzu kommt, dass die Zielgruppe der Internetpräsentation nicht genau spezifiziert ist. Eine Reflexion z.B. über unterschiedliche Benutzertypen findet erst jetzt statt. Für die konkrete Nutzung existieren zur Zeit mehr Fragen als Antworten gegeben werden können. Gleichzeitig muß aber auch festgestellt werden, dass kaum ein anderer Forschungszweig ein vergleichbares Entwicklungspotential und akuten Forschungsbedarf in sich birgt. Hierzu zählen folgende Fragestellungen:
www.virtuelle-stadtplanung.de
Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) führt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) derzeit ein "Planspiel Innenstadt" durch (www.planspiel-innenstadt.de). Neben Vertretern des Bundes und der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, der Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung nahmen an dem Planspiel verschiedenste Bevölkerungsschichten, Bürgerinitiativen, kommunale Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Fremdenverkehr, Gewerbe, Handel und Vertreter der Wissenschaft teil. Bei dem Vorgehen in den beiden Planspielstädten Celle und Halle wurden die Handlungs- und Arbeitsfelder zur Aufwertung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt nicht von "oben" vorgegeben, sondern in Form einer aktiven Bürgermitwirkung diejenigen Fragen aufgegriffen, die den am Planspiel Beteiligten besonders wichtig erschienen. Eine wichtige Erkenntnis des Planspiels ist schon jetzt, dass durch die Bürgermitwirkung, die von außen angestoßen wurde, das Verständnis für stadtentwicklungspolitische Problemstellungen und Zusammenhänge verbreitert werden kann. Zwar können im Beteiligungsverfahren, etwa in der Bauleitplanung, die von der Planung Betroffenen Anregungen und Bedenken äußern, bei der Bürgermitwirkung werden die Planungsideen und Schritte zu ihrer Umsetzung jedoch im direkten Dialog zwischen Bürgern, Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung und weiteren Institutionen erarbeitet. Durch den Einsatz neuer Medien lässt sich die Bürgermitwirkung auf eine breitere Basis stellen. Das Projekt "Virtuelle Stadtplanung im Internet" (www.virtuelle-stadtplanung.de) ist an das Planspiel Innenstadt angebunden, um die neuen Medien in einen aktiven Planungsprozess einbinden zu können. Eine Gesamtauswertung des Einsatzes der Computersimulation erfolgt im Endbericht des Planspiels Innenstadt, der Ende des Jahres 2001 vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung herausgegeben wird. Interaktion im Internet
Um die in den Projektgruppen vorgeschlagenen und geplanten städtebaulichen Vorhaben anschaulich darzustellen, wird im Projekt "Virtuelle Stadtplanung im Internet" erstmals der zeitnahe Einsatz einer Computersimulation (Projektleitung durch den Autor, Städtebau und Raumordnung mbH) im Rahmen einer erweiterten Bürgerbeteiligung erprobt. Die visuelle Darstellung der Planungsvarianten, z.B. einer veränderten Verkehrsführung oder neuen Nutzung des Platzes (siehe Abbildung), erfolgt dreidimensional in Form eines von allen Seiten und Sichtweisen virtuell begehbaren Modells. Im Zentrum steht dabei das 3D-Modell eines Platzes in Celle, welches als Bühne für die neuen Ideen und Ergebnisse der Projektgruppen dient. Diese können mit dem Einsatz des Computermodells transparent gemacht werden. In einem Internet-Forum kann der Nutzer seine Meinung der planenden Verwaltung sekundenschnell übermittelt. Das interaktive Konzept des Projektes ist sich den unterschiedlichen Kenntnisständen der Internetnutzer bewußt und zielt daher darauf ab, parallel unterschiedliche Nutzertypen anzusprechen. Hierzu zählt der neugierige, spielerische Nutzer, der hier und da mal ein Szenario betreten wird und es ausprobieren will, der angezogen ist von spektakulären Ideen, die er dann im Video betrachten kann. Hierzu zählt auch der "erprobte" Nutzer, der die Möglichkeiten der Interaktion im VR-Modell ausschöpfen und sich im virtuellen Raum bewegen will. Und hierzu zählt auch der Fachmann und Forschende, der mit dem Projekt vielleicht bereits vertraut ist und Anregungen für seine städtebaulichen Projekte sucht. Ihn interessieren die Akzeptanz und Machbarkeit von Vorhaben. Die Hintergrundinformationen zum Projekt kann er im Internet abrufen oder über E-Mail anfordern. Stellungnahme per E-Mail
Im Meinungsforum können die realitätsnah dargestellten
Planungsalternativen vom Internetbenutzer beurteilt werden und die favorisierte
Planungsidee den Verantwortlichen per E-Mail übermittelt werden. Das Forum
wird somit zu einem zentralen Kommunikationsinstrument. Alle Beteiligten
aus den unterschiedlichsten Bereichen können das Projekt in Augenschein
nehmen, aus vorgegebenen Gestaltungsvorschlägen auswählen und diese individuell
zusammenstellen. Die Datenbank liefert in Form von Hochrechnungen und anschaulichen
Graphiken ein Feedback über die präferierten Planungsvarianten der Besucher
der Internetseite.
Entwicklungspotentiale virtueller StadtplanungDie Zukunft der Planungsprozesse wird durch die Nutzung
der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien bestimmt werden.
Durch die ungebremste Weiterentwicklung der Technik wird das Internet als
Kommunikationsmedium zunehmend auch für die Bürgerbeteiligung zur Normalität
werden. In den letzten 10 Jahren hat sich das Internet zu einem massenhaft
gebrauchten Hilfsmittel entwickelt und ist für die verschiedenen Gesellschaftsbereiche
schon unverzichtbar geworden. Obwohl diese explosionsartige Entwicklung
nicht unbedingt in dieser Rasanz weitergehen muss, ist davon auszugehen,
dass innerhalb der entstehenden Wissensgesellschaft der Umgang mit den neuen
Medien noch selbstverständlicher und weitere Verbreitung finden wird. . . . . . . . . . . Ansprechpartnerin:
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© agentur makz und DV-Gesellschaft des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung mbH Georgenstraße 21 10117 Berlin Fon (0 30) 20 61 32 50 Fax (0 30) 20 61 32 51 |
Letzte Aktualisierung am 16.09.2001 Bitte informieren Sie uns über Seitenfehler. Bitte beachten Sie unsere Bestimmungen über die Nutzung dieser Web-Site. |
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