Deutscher Verband begleitet Diskussion um Stadtentwicklung in der EU-Regionalpolitik ab 2014

Januar 2012. In Vorbereitung der neuen Strukturfondsperiode nach 2013 werden derzeit die im Oktober 2011 von der Europäischen Kommission vorgelegten Verordnungsentwürfe verhandelt. Im Zeitraum 2014-2020 sollen europaweit insgesamt 336 Milliarden Euro für die Kohäsionspolitik zur Verfügung stehen. Dies entspricht 33 Prozent des gesamten EU-Haushalts. Thematisch sind die Verordnungsentwürfe auf die Ziele der EU-2020-Strategie ausgerichtet und sollen ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum fördern. Die "städtische Dimension" wird innerhalb der EU-Strukturpolitik auch künftig eine große Bedeutung einnehmen. Städte sollen durch umfassende Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen, ökologischen, klimatischen und sozialen Herausforderungen unterstützt werden. Mindestens fünf Prozent der auf nationaler Ebene zugewiesenen EFRE-Mittel (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) sind künftig für integrierte Maßnahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung vorgesehen.

Insgesamt sieht die EFRE-Verordnung eine Reihe neuer Instrumente zur Förderung der Städte vor, wobei der lokalen Ebene mehr Mitwirkung und Eigenverantwortung übertragen werden soll. Die Einbindung lokaler Akteure soll gestärkt, Stadt-Umland-Beziehungen verbessert werden. Darüber hinaus wird die Verknüpfung der einzelnen Strukturfonds untereinander verbessert und der Einsatz innovativer Finanzierungsinstrumente in der künftigen Förderperiode verstetigt.

Der Deutsche Verband begleitet den Diskussionsprozess um eine integrierte Stadtentwicklung in der EU-Regionalpolitik ab 2014 mit verschiedenen Veranstaltungen, die Gelegenheit zur thematischen Vertiefung und zum Austausch bieten. Details zu Ausrichtung, Programm, Rednern und die Dokumentation der Veranstaltungen finden Sie hier:

Hintergrundinformationen

Neue Instrumente: "ITI" und "CLLD"

Akteure des europäischen URBACT-Programms für nachhaltige Stadtentwicklung haben Parallelen und Anknüpfungspunkte von URBACT zu den geplanten neuen Instrumenten der Städtischen Dimension herausgearbeitet. In diesem Rahmen haben sie einen Artikel zu integrierten territorialen Investitionen (Integrated Territorial Investments "ITI") und einen Text zu von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Maßnahmen zur lokalen Entwicklung (Community-Led Local Development "CLLD") verfasst.

Der Deutsche Verband hat diese Artikel in seiner Funktion als URBACT Verbreitungsstelle für Deutschland und Österreich (National Dissemination Point) ins Deutsche übersetzt.

Weitere Informationen zum URBACT-Programm finden Sie hier sowie unter www.urbact.eu