SCANDRIA - Scandinavian Adriatic Corridor for Growth and Innovation

Das Projekt SCANDRIA widmet sich genau wie SoNorA dem übergeordneten Ziel eines Ausbaus der europäischen Nord-Süd-Achse von der Ostsee bis zur Adria, um regionale wirtschaftliche Entwicklungsimpulse zu setzen und ungenutzte Potenziale zu aktivieren. Der räumliche Schwerpunkt des Projektes liegt dabei auf dem Ostseeraum bzw. dem nördlichen Bereich des Nord-Süd-Korridors von Oslo/Stockholm über die Öresundregion und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Berlin. Der Raum ist einerseits strategisch bedeutsame Entwicklungs- und Infrastrukturachse, andererseits Integrationszone in einer erweiterten Europäischen Union. Um dieser doppelten Herausforderung gerecht zu werden, sind einige Anstrengungen notwendig. Im Verkehrsbereich betreffen sie insbesondere die Felder Erreichbarkeit, Multimodalität und Vernetzung.

Das Projekt SCANDRIA, in dem sich 19 Partner aus fünf Ostseeanrainerstaaten zusammengeschlossen haben, widmet sich eben diesen Themen. Durch die Kombination aus wissenschaftlichem Input und intensivem Dialog mit politischen Entscheidern, strategisch relevanten Projekten (u.a. SoNorA) und Stakeholdern soll SCANDRIA einen Beitrag zu einem qualitativ hochwertigen, ökologisch sinnvollen Ausbau des Nord-Süd-Korridors insbesondere im Programmraum Ostsee liefern. Konkrete Ziele des Projektes sind neben einer Verbesserung von Verkehrsverbindungen und des Verkehrsflusses, die Entwicklung von umweltfreundlichen, innovativen Transport- und Logistiklösungen, die intermodal und transnational funktionieren. Eine zentrale Rolle spielen der Wissenstransfer und die Kooperation zwischen den Metropolregionen und Städten. Wichtige Knotenpunkte im Verkehrsnetz sollen gemeinsam identifiziert und verbessert werden, um abgestimmte, nachhaltige Optimierungen der Infrastruktur zu ermöglichen. Des Weiteren soll ein intensiver Dialog mit Vertretern der Wirtschaft helfen, Potenziale zu erkennen und Kooperationsbeziehungen oder Wirtschaftscluster aufzubauen und zu stärken.

Erwartete Ergebnisse des Projektes sind z.B. die Vorbereitung von Investitionen zur Beseitigung von Infrastrukturengpässen für die Optimierung von Angeboten im Schienenpersonenfernverkehr oder für die Entwicklung eines Biogaskorridors. Weiterhin sollen innovative, intermodale logistische Angebote erarbeitet und in Pilotprojekten umgesetzt werden. Daneben ist auch die Qualifizierung von Logistikfachkräften im Rahmen transnationaler Studienkurse geplant. SCANDRIA generiert nicht zuletzt eine Basis für eine wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Weiterentwicklung der europäischen Verkehrsachsen 1 (von Italien nach Skandinavien) und 22 (von Prag nach Berlin). Ergebnisse und Erfahrungen werden in die entsprechenden politischen Diskurse eingebracht.

SCANDRIA Andockprojekt: Werkstattgespräche zur Anbindung von Regionen

Im Rahmen des Bundesprogramms Transnationale Zusammenarbeit ("Andockförderung") wurde 2010 ein weiterer Projektbaustein für SCANDRIA finanziert, nämlich vier Werkstattgespräche zum Skandinavien-Mittelmeer-Korridor. Schwerpunkt der Diskussionen in Neuruppin, Magdeburg, Słubice und Güstrow waren mögliche Übertragungseffekte entlang der großen Verkehrsachse. Vertreter der Regionen, aus Politik, Verbänden und Privatwirtschaft erörterten, wie der wirtschaftliche Nutzen des Verkehrskorridors auch auf die Regionen ausstrahlen und somit maximiert werden könnte.

Hier finden Sie die Ergebnisberichte zu den vier Workshops:

Lead Partner:

  • Gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg, Potsdam, Deutschland

Projektpartner:

  • Region Seeland, Dänemark
  • Universität Roskilde, Dänemark
  • Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
  • Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Deutschland
  • Technische Hochschule Wildau, Deutschland
  • Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH, Deutschland
  • Stadt Neuruppin, Deutschland
  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin, Deutschland
  • Öresund Universität, Lund (weiteres Sekretariat in Kopenhagen), Schweden
  • Schwedische Straßenbauverwaltung, Schweden
  • Region Skåne, Kristianstad, Schweden
  • Region Halland, Halmstad, Schweden
  • Stadt Göteborg, Schweden
  • Stadt Malmö, Schweden
  • Königliches Institut für Technik, Stockholm, Schweden
  • Hafen- und Verladegesellschaft, Halmstad, Schweden
  • Institut für Transportforschung und -entwicklung, Oslo, Norwegen
  • Regionalentwicklungsgesellschaft, Jyväskylä, Finnland 

Laufzeit: September 2009 - September 2012

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