Gemeinschaftsinitiative URBAN I

An der Gemeinschaftsinitiative URBAN I konnten im Zeitraum 1994-1999 zwölf deutsche und zwei österreichische Städte teilnehmen, auf die 110 Millionen Euro bzw. 13,3 Millionen Euro EU-Fördermittel entfielen. Die Förderung stammte zu 82 % aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zu 18 % dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Der Einsatz der Fördermittel erfolgte in den einzelnen Städten projektbezogen und konzentriert auf begrenzte städtische Problemgebiete, wobei ein Schwerpunkt auf Ziel 1 Gebiete gelegt wurde. Ziel von URBAN I war es, städtische Probleme mit Hilfe integrierter Konzepte anzugehen, sog. operationellen Programmen, die in der Gesamtstrategie der Stadt eingebettet sind und an deren Umsetzung möglichst viele lokale Akteure mitwirken. Priorität hatten integrierte Programme mit innovativem Charakter sowie mit Demonstrations- und Pilotfunktion, ebenso wie innovative Projekte, die Teil einer Langzeitstrategie sind. 

Für eine Teilnahme an der GI URBAN I wurden folgende deutschen und österreichischen Städte ausgewählt:

Deutschland:

Berlin, Brandenburg (Havel), Bremen, Chemnitz, Duisburg, Erfurt, Halle, Kiel, Magdeburg, Rostock, Saarbrücken, Zwickau

Österreich:

Graz, Wien

Gemeinschaftsinitiative URBAN II

Im Zeitraum von 2000 bis 2006 nahmen wiederum zwölf deutsche und zwei österreichische Städte an der Gemeinschaftsinitiative URBAN II teil und erhielten EU-EU-Fördermittel in Höhe von 150 bzw. 8,4 Millionen Euro. 

Da die europäischen Gelder bei URBAN II alleine aus dem Innovationstopf des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stammten, wurden sowohl an die Auswahl der teilnehmenden städtischen Krisenviertel, an die zu erstellenden integrierten Entwicklungsprogramme als auch an die einzelnen Projekte höhere Ansprüche gestellt. So mussten die Fördergebiete, die mindestens 20.000 Einwohner umfassen sollten, einen nachgewiesenen Bedarf an sozialer Wiederbelebung aufweisen. Es waren integrierte und besonders innovative Konzepte für die wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung zu entwickeln, die die Mainstream-Zielgebietsförderung ergänzen sollten. Projekte sollten nicht nur innovativ sein, sondern auch eine Pilotfunktion für die europäische Stadtentwicklung übernehmen. 

Besonderes Interesse galt dem Austausch von Erfahrungen und Know-how, nicht nur zwischen den Programmgebieten sondern auch zwischen beteiligten Institutionen und Partnern. 

Für eine Teilnahme im Rahmen von URBAN II wurden folgende Städte ausgewählt:

Deutschland:

Berlin, Bremerhaven, Dessau, Dortmund, Gera, Kassel, Kiel, Leipzig, Luckenwalde, Mannheim/Ludwigshafen, Neubrandenburg, Saarbrücken

Österreich:

Graz, Wien