Verkehr, Vernetzung, Zusammenarbeit: Informationsplattform "Skandinavien-Adria-Korridor"

Leistungsfähige, vernetzte Verkehrskorridore und Verkehrsträger sind das Rückgrat wirtschaftlicher Entwicklung. Denn der Austausch von Gütern und Dienstleistungen über Grenzen hinweg spielt für den Wohlstand von Städten und Regionen eine entscheidende Rolle. Dies trifft auch für die ostdeutschen Länder entlang des Skandinavien-Adria-Korridors von der Ostsee bis nach Norditalien zu. Hier liegen trotz dünner Siedlungsstrukturen, Schrumpfungsprozessen und demographischem Wandel zahlreiche Groß- und Hauptstädte sowie  Boom-Regionen nahe beieinander. Nach Jahrzehnten geografischer und ökonomischer Trennung muss Europa an vielen Bruchstellen des früheren Eisernen Vorhangs wieder zusammenwachsen. Es geht dabei auch darum, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu bilden und im globalen Wettbewerb gemeinsam einen europäischen Platz einzunehmen. 

Viele Initiativen und Projekte befassen sich bereits unter verschiedenen Gesichtspunkten mit diesem Thema. Denn die vielen Städte, die einige wenige Verkehrsachsen von Nord nach Süd säumen, bilden ein großes Potenzial für Vernetzung. Um den Dialog zu erleichtern, hat der Deutsche Verband die Internetplattform "Skandinavien-Adria-Korridor" eingerichtet. Ziel ist es, einen thematischen Überblick zu geben, die unterschiedlichen Vorhaben im Bereich der Ostsee-Mittelmeer-Korridore vorzustellen und auf relevante Politiken hinzuweisen. Neben ausgewählten Hintergrundinformationen zur Verkehrspolitik stellt die Seite daher eine Übersicht über aktuelle und jüngst beendete Projekte zur Verfügung. 

Die Initiative zu dieser Seite entstand im Rahmen der EU-Projekte Scandria und SoNorA, die im Jahr 2012 ihren Abschluss fanden und die Qualifizierung europäischer Nord-Süd-Verbindungen thematisierten. Ein Ziel der Projekte war es, regionale Entwicklungsimpulse zu setzen und ungenutzte Potenziale zu identifizieren.

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